Schulpastoral – der Dienst der Kirche an den Menschen im Handlungsfeld Schule

Begriff der Schulpastoral:

 "Schulpastoral wird […] als ein Dienst der Kirche verstanden, der allen Menschen im Handlungsfeld Schule gilt: den Schülerinnen und Schülern, den Lehrerinnen und Lehrern, den Eltern und dem Technischen Personal, unabhängig von deren Konfession bzw. jeweiligen Religionszugehörigkeit. Dabei sind diese nicht nur Adressaten, sondern selber Träger der Pastoral.“[1]

Grundanliegen der Schulpastoral:[2]

 Schulpastorales Handeln der Kirche gilt allen Menschen in der Schule. Zu den Grundanliegen der Schulpastoral zählen:

 Menschen in ihrer jeweiligen Lebens- und Glaubenssituation aufzusuchen und zu begleiten.

  • Das Miteinander-Leben und -Arbeiten zu fördern; Erlebnis- und Erfahrungs- räume zur erschließen und zu vertiefen.
  • Beheimatung im christlichen Glauben zu ermöglichen; Verständnis für andere Religionen und Kulturen zu wecken.
  • Für Versöhnung, Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung zu sensibilisieren. Mit diesen Grundanliegen, die ihre Umsetzung in den verschiedensten Formen und Handlungsfeldern finden, greift Schulpastoral wesentliche Zielsetzungen der Leitsätze für den Unterricht und die Erziehung nach gemeinsamen Grundsätzen der christlichen Bekenntnisse an Grund-, Haupt- und Sondervolksschulen“ auf:
  • Selbstfindung und Sinnfrage
  • Achtung und Würde jedes Menschen ehrfürchtiger Umgang mit der gesamten Natur.
  • Verantwortung für das Leben jeder Art ethische Orientierung.
  • Einsatz für eine humane Welt Gemeinschaftsfähigkeit.
  • Offenheit für den Mitmenschen Umgang mit Schuld.
  • Bereitschaft zur Versöhnung Sorgen und Ängste.
  • Vertrauen in die Zukunft.

 Definition Schulpastoral für das Bistum Augsburg:

 Schulpastoral ist der Dienst der Kirche an, mit und für die Menschen im Handlungsfeld Schule.

  • Sie richtet sich an Schüler/innen, Lehrer/innen, Eltern und alle anderen Personen, die in der Schule tätig sind.
  • Schulpastoral geschieht in vielfältigen Formen innerhalb und außerhalb des Unterrichts und der Schule
  • Und verwirklicht sich vorwiegend in
  • Religiösen, meditativen und liturgischen Angeboten im Jahreskreis
  • Angeboten der Besinnung und Orientierung,
  • Seelsorgerlicher Begleitung und Beratung,
  • Angeboten des sozialen Engagements und der

Einige Beispiele der Schulpastoral an der Mittelschule Burgau sind hier aufgeführt:

„Meins wird Deins – Teilen wie St. Martin“:

Im Rahmen der aktion hoffnung führen wir die Aktion „Meins wird Deins“ an der Schule durch. Die Klassen sammeln hierfür gebrauchte, aber gut erhaltene Kleidung und geben sie in der Schule ab. Diese Kleidung wird dann nach Augsburg zu einem der VINTY´S Second-Hand-Shops gefahren und abgegeben. Dabei kommen meist über 450 Kleidungsstücke und Schuhe zusammen.

Ziele:

  • Gemeinsam kann man viel erreichen.
  • Jeder kann mitbauen am Reich Gottes.
  • Sich für andere einsetzen.
  • Wenn jeder ein bisschen hilft, wird Großes sichtbar werden.

Kinder helfen Kindern.

In Kooperation mit der Firma Alko packen die Schüler in den einzelnen Klassen kleine Geschenke für Kinder in den osteuropäischen Ländern. Jede Klasse versucht hierbei mindestens 4 Päckchen zu packen.

 Ziele:

  • Geben ist seliger als nehmen.
  • In der Klassengemeinschaft erreichen wir etwas.
  • Solidarität mit anderen zeigen.

 Wir haben in den vergangenen Jahren meist über 120 Päckchen gesammelt. 

Ferienfreizeit

Zusammen mit Frau Saiko fahren wir in den Ferien für 5 Tage ins Allgäu oder nach Regensburg. Dies ist ein Angebot für die SchülerInnen der 6. Klassen. Auf dieser Freizeit wollen wir alle Spaß erleben, Wanderungen machen und Sehenswürdigkeiten sehen.

Ziele:

  • Die Jugendlichen sollen sich in der Gemeinschaft erleben und sich gegenseitig stärken (durch das Zusammensein mit der Gruppe der Gleichaltrigen haben die Jugendlichen genügend Raum sich auch außerhalb der Schule in einem sozialen Netzwerk zu erleben)
  • Die Jugendlichen sollen ihre Fähigkeiten wahrnehmen und ausbauen können (durch die vielseitigen Angebote kann jeder Jugendliche selbst seine Begabung herausfinden und sich gut in die Gemeinschaft mit e
    inbringen, durch Engagement und Zusammenhalt)
  • Die Jugendlichen sollen Hilfen zur eigenständigen Lebensgestaltung bekommen (durch die Entdeckung der eigenen Fähigkeiten, die positive Verstärkung des Selbstwerts bei Spiel und Sport, durch die Beschäftigung mit sich selbst)
  • Die Maßnahme soll die Jugendlichen zum eigenständigen Handeln und zur Selbständigkeit heranziehen und sie sollen die Möglichkeit erfahren, sich selbst als schaffende Individuen zu erleben.

Streitschlichter

Seit September 2013 haben Frau Saiko und ich ein neues, gut ausgebildetes Streitschlichterteam aufgebaut. Dieses Team wird stetig durch neue Streitschlichter erweitert und je nach Bedarf werden Ausbildungen durchgeführt.

Erlebnispädagogische Elemente zur Förderung der Gemeinschaft:

Klassengemeinschaft ist wichtig und darf nicht zu kurz kommen. Egal ob wir hierfür spielerische Elemente in den Unterrichtsalltag integrieren oder gemeinsam mal ein Stockbrot grillen.

Besinnungstage oder Tage der Orientierung in Seifriedsberg.

Mal ganz für sich sein, sich mit sich selbst auseinander setzen. Dies ist eine Herausforderung in der heutigen Zeit. Bei den Tagen der Orientierung haben die SchülerInnen die Möglichkeit sich mit sich selbst zu beschäftigen und sich über ihre eigenen Pläne Gedanken zu machen. Weiter aber ist auch hier genügend Raum die Mitschüler privat kennen zu lernen und mit ihnen gemeinsam Spaß zu erleben. So wird auch die Klassengemeinschaft an solchen Tagen gestärkt und sie können gemeinsam eine tolle Zeit im Schulalltag miteinander erleben.

Raum der Stille

Dieser Raum ist im 2. Stock der Mittelschule Burgau. Hier kann jede Klasse auch mal eine besinnliche oder entspannte Unterrichtsstunde durchführen. Die ausklappbaren Sitzkissen laden zum faulenzen und entspannen ein. Gleichzeitig kann man auch in ruhiger Atmosphäre bei etwas Musik arbeiten.

Soccercenter

Auch eine Fahrt in das Boulder- und Soccercenter nach Augsburg lässt sich mit Schülern verwirklichen. Hier kann jeder seine eigenen Grenzen austesten und sein Können unter Beweis stellen. Aber auch ungeahnte Talente lassen sich hier entfalten.

[1] Gabriele Rüttiger

[2] Vgl.: Grundlagenkurs der Schulpastoral, Markus Moder

„Möglichst viele sollten möglichst viel wissen.”
Richard von Weizäcker